Beliebte Cocktails: Die Klassiker

Das hier ist keine Bestenliste nach Sternebewertung, sondern eine redaktionell kuratierte Auswahl von 45 Cocktails: Drinks, die sich über Jahrzehnte in der Bargeschichte etabliert haben und in praktisch jedem ernstzunehmenden Barbuch stehen – nicht aus Nostalgie, sondern weil ihr Zutatenverhältnis einfach funktioniert.

Ausgewählt wurden Cocktails, die entweder in unserer Datenbank redaktionell als „Klassiker" markiert sind, oder die als typischer Vertreter einer der 28 Cocktail-Familien gelten – jener Grundformeln, aus denen sich fast jeder bekannte Cocktail ableiten lässt. Genau danach ist die Liste unten auch gruppiert: Wer einen Klassiker aus einer Familie beherrscht, kann meist die ganze Familie.

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Häufige Fragen zu Cocktail-Klassikern

Was macht einen Cocktail zu einem "Klassiker"?

Drei Dinge zusammen: Er ist seit Jahrzehnten praktisch unverändert in Barbüchern dokumentiert, er folgt einer klaren, wiederholbaren Formel statt einem beliebigen Zutaten-Mix, und er wird auch heute noch in ernsthaften Bars bestellt - nicht nur aus Nostalgie, sondern weil das Verhältnis der Zutaten einfach funktioniert.

Ist das eine Bestenliste nach Bewertungen?

Nein, ausdrücklich nicht. Es ist eine redaktionell kuratierte Auswahl, abgeleitet aus zwei nachvollziehbaren Signalen: Cocktails, die in der Datenbank als "Klassiker" markiert sind, und Cocktails, die in den etablierten Grundformeln unserer Cocktail-Familien als typische Vertreter genannt werden. Eine reine Sterne-Rangliste wäre bei der aktuellen Datenlage nicht aussagekräftig.

Welcher Cocktail-Klassiker ist der beste Einstieg für Anfänger?

Der Daiquiri. Er hat nur drei Zutaten - Rum, Limettensaft, Zuckersirup - und keine davon kann sich hinter einer anderen verstecken. Wer einen guten Daiquiri hinbekommt, hat die Grundlogik hinter der Hälfte aller Klassiker auf dieser Seite verstanden: die Sour-Formel aus Spirituose, Säure und Süße.

Warum gibt es zu manchen Klassikern mehrere konkurrierende Entstehungsgeschichten?

Weil die meisten vor 1920 in Bars entstanden, die selten Buch führten, und weil die Prohibition (1920-1933) viele amerikanische Barkeeper zur Auswanderung nach Europa und Kuba zwang - Rezepte reisten mündlich mit. Negroni, Margarita und Mai Tai sind die bekanntesten Beispiele für Klassiker mit mehreren, sich widersprechenden Ursprungslegenden.

Was unterscheidet einen Klassiker von einer modernen Kreation?

Kein festes Alter, sondern die Formel: Ein Klassiker folgt einem der etablierten Cocktail-Bauplan (Sour, Old Fashioned, Highball und so weiter), den man auch auf andere Spirituosen übertragen kann. Der Old Cuban zum Beispiel ist erst aus dem 21. Jahrhundert, gilt aber schon als moderner Klassiker, weil er genau das tut.

Kann ich diese Klassiker auch alkoholfrei nachbauen?

Bei den meisten ja, wenn man die Struktur versteht statt nur die Spirituose wegzulassen. Wie das funktioniert, steht im Guide zu alkoholfreien Cocktails.