Cocktails mit Pandansirup

Pandansirup

Der Sirup aus dem Pandanblatt bringt eine florale, an Vanille und frisch gemähtes Gras erinnernde Süße in den Cocktail – 2026 von Bartendern als eines der prägenden neuen Aromen genannt.

Rezepte6
KategorieZutat
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Kurioses

In Südostasien wird Pandan oft als „vanilleartiges Reisgras" beschrieben – die Blätter selbst werden nicht gegessen, sondern nur zum Aromatisieren von Sirupen, Reis und Desserts verwendet und danach entfernt.

Pandan ist 2026 kein Geheimtipp mehr. In VinePairs Umfrage unter 30 Bartenderinnen und Bartendern wurde Pandansirup explizit als Beispiel für die neue Welle globaler Aromen genannt – etwa in Negronis –, und Tasting Table führt ihn in der eigenen Trendliste des Jahres. Wine Enthusiast widmete der Zutat sogar ein eigenes Feature.

Das Blatt selbst ist in der südostasiatischen Küche uralt – neu ist, dass es jetzt auch in westlichen Cocktailkarten auftaucht, meist in Form von selbst angesetztem Sirup.

Was Pandan ist

Pandan ist ein langes, schmales Blatt einer in Südostasien beheimateten Palmlilien-Art. In Küchen von Thailand bis zu den Philippinen wird es seit Jahrhunderten zum Aromatisieren von Reis, Suppen und Desserts verwendet – meist gebündelt mitgekocht und am Ende entfernt, nie direkt gegessen.

Geschmacklich wird Pandan oft als Kreuzung zwischen Vanille, frisch gemähtem Gras und einer leicht nussigen Süße beschrieben. In der Bar übernimmt es damit eine ähnliche Rolle wie Orgeat oder Vanillesirup – nur mit einer deutlich grüneren, pflanzlicheren Note.

Wie der Sirup entsteht

Es gibt zwei gängige Methoden: Entweder werden die Blätter über mehrere Stunden bis Tage in fertigem Zuckersirup gezogen (sanfter, klarer), oder sie werden direkt mit Zucker und Wasser gemixt und anschließend abgeseiht (schneller, intensiver und etwas grasiger).

Ziehen lassen

Blätter grob zerkleinert in warmen Zuckersirup geben, 24 bis 48 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen, abseihen. Milderes, klareres Ergebnis.

Mixen und abseihen

Blätter direkt mit Zuckersirup im Mixer pürieren, durch ein feines Tuch abseihen. Schneller fertig, intensiver im Geschmack.

Woher man Pandan bekommt

Frische oder tiefgefrorene Pandanblätter gibt es in asiatischen Supermärkten, teils auch als fertiger Sirup oder Extrakt im Fachhandel. Wer keine frischen Blätter findet, kann mit Pandanextrakt arbeiten – stark konzentriert, also sehr sparsam dosieren.

Pandan schmeckt nicht nach einer exotischeren Vanille – es schmeckt grüner, pflanzlicher, fast wie Gras mit Süße.

Cocktails mit Pandansirup aus unserer Rezept-Datenbank

Für Barkeeper mit Ambition

Drei anspruchsvollere Rezepte von Barkeepern, die Pandan als festen Bestandteil ihrer Karte etabliert haben.

Praxis: So gelingt der Einsatz

1

Mit kleinen Mengen anfangen

Pandan ist intensiv – lieber unterdosieren und im fertigen Drink nachschmecken als von Anfang an zu viel verwenden.

2

Sirup kühl und dunkel lagern

Selbst angesetzter Pandansirup hält im Kühlschrank etwa zwei Wochen – danach verliert er spürbar an Frische.

3

Extrakt nur sparsam verwenden

Konzentrierter Pandanextrakt ersetzt keinen 1:1-Sirup – schon wenige Tropfen reichen meist aus.

4

Mit Vanille oder Mandel kombinieren

Orgeat oder ein Spritzer Vanillesirup verstärken die runde Seite von Pandan, ohne die grasige Frische zu überdecken.

Häufige Fehler

Zu viel Sirup verwenden. Wirkt schnell seifig-parfümiert statt floral – dieselbe Dosierfalle wie bei Blütenlikören.
Alten Sirup weiterverwenden. Pandansirup verliert mit der Zeit Frische und Farbe – ein frischer Ansatz macht geschmacklich einen deutlichen Unterschied.
Pandanblätter mitservieren. Die Blätter werden zum Aromatisieren verwendet und anschließend entfernt, nicht im Glas belassen.

Häufige Fragen zu Pandan

Wie schmeckt Pandan?

Grasig-floral mit einer vanilleartigen Süße – oft als „grüne Vanille" oder „aromatisches Reisgras" beschrieben. Keine klassische Fruchtnote, sondern eher pflanzlich.

Wo bekomme ich Pandanblätter?

Frisch oder tiefgefroren in asiatischen Supermärkten, alternativ als fertiger Sirup oder konzentrierter Extrakt im Fachhandel.

Kann ich Pandanextrakt statt frischer Blätter verwenden?

Ja, aber stark konzentriert – deutlich sparsamer dosieren als bei selbst angesetztem Sirup aus frischen Blättern.

Ist Pandansirup vegan und allergikerfreundlich?

Der Grundsirup aus Pandanblättern, Zucker und Wasser ist vegan und enthält keine der gängigen Hauptallergene – bei Fertigprodukten lohnt trotzdem ein Blick aufs Etikett.

Hand hält ein Cocktailglas

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