
Zeit
2 Min.
Level
Einfach
Glas
Coupe
Eis
Crushed Ice (im Shaker)
Geschmacksprofil & Sensorik
Pegu Club
Nach mehreren Datenbank-Zufallsfunden wieder ein voll dokumentierter Klassiker – und einer der interessantesten Gin-Drinks überhaupt.
Herkunft
Der Pegu Club war der Signature-Drink des gleichnamigen Clubs in Burma. Der Club lag kurz außerhalb von Rangun, war nach dem burmesischen Fluss Pegu benannt, und seine Mitglieder waren britische Regierungsbeamte, hohe Militärs und einflussreiche Geschäftsleute. Der Drink stammt also aus dem britischen Kolonialbetrieb – ein Kontext, der beim Schreiben über ihn schwer wegzulassen ist.
Erstmals gedruckt erschien der Cocktail in Harry MacElhones „ABC of Mixing Cocktails" von 1923 – wobei die Datierung je nach Quelle zwischen 1922 und 1923 schwankt und teils auch „Barflies and Cocktails" genannt wird. Ich würde im Text „Anfang der 1920er-Jahre" schreiben und die Frage offenlassen.
Die eigentliche Verbreitung brachte Harry Craddocks „The Savoy Cocktail Book" (1930). Craddock notierte dort, der Drink sei der Lieblingscocktail im Pegu Club in Burma und werde inzwischen weltweit bestellt – eine Bemerkung, die ihm den Ruf eines internationalen Klassikers sicherte.
Die historische Rezeptur
Craddocks Fassung von 1930:
- 2/3 Dry Gin
- 1/3 Curaçao
- 1 Teelöffel Limettensaft
- 1 Spritzer Angostura Bitters
- 1 Spritzer Orange Bitters
Kräftig schütteln, in ein Cocktailglas abseihen.
Der entscheidende Fallstrick: welcher Limettensaft?
Das ist der Punkt, an dem die meisten Texte über diesen Drink ungenau werden – und der wichtigste, den du kennen solltest:
Das Originalrezept verwendete konservierten Limettensaft, nicht frischen. Spätere Cocktailbücher wie das Savoy Cocktail Book ließen den Markennamen „Rose's" bei der Angabe des Limettensafts weg. Wann Bartender begannen, frischen Limettensaft zu verwenden, ist wegen dieser Unklarheit nicht nachvollziehbar.
Das erklärt, warum die historische Menge so klein wirkt: Ein Teelöffel Rose's Lime Cordial – ein gesüßter, konservierter Sirup – ist etwas völlig anderes als ein Teelöffel frisch gepresster Limettensaft. Wer das alte Rezept mit frischem Saft nachbaut, bekommt einen deutlich süßeren und flacheren Drink als beabsichtigt.
Die moderne Spezifikation
Heutige Barbücher arbeiten mit frischem Saft und entsprechend mehr davon:
- 6 cl Dry Gin
- 2,25 cl Orange Curaçao
- 2,25 cl frischer Limettensaft
- 1 Spritzer Angostura Bitters
- 1 Spritzer Orange Bitters
Mit Eis schütteln, in ein gekühltes Cocktailglas abseihen, mit einer Limetten- oder Orangenzeste garnieren.
Das ist im Kern ein Gin-Sour mit Curaçao statt Zuckersirup – strukturell nah am Sidecar oder am Margarita-Prinzip. Manche Bartender geben zusätzlich einen Barlöffel Zuckersirup dazu, weil trockener Curaçao die Säure nicht vollständig ausgleicht; das ist Geschmackssache und hängt stark vom verwendeten Likör ab. Pierre Ferrand Dry Curaçao ist deutlich trockener als ein süßer Standard-Triple-Sec.
Charakter
Trocken, zitrisch, mit einer bitteren Kante von den beiden Bitters-Sorten. Interessant ist ein Effekt, den mehrere Quellen beschreiben: Die Kombination aus Limette, Orangenlikör und Bitters erzeugt eine Anmutung, die an Grapefruit erinnert, obwohl keine im Drink ist. Manche Bars garnieren deshalb mit Grapefruitzeste statt mit Limette.
Der Gin muss kräftig sein – ein wacholderbetonter London Dry hält gegen Likör, Säure und Bitters stand; ein sehr milder, floraler Gin verschwindet.
Das Nachleben
2005 eröffnete in New York eine Bar namens Pegu Club, benannt nach dem kolonialen Club und seinem Signature-Drink. Audrey Saunders war der kreative Kopf dahinter; die Bar bestand von 2005 bis 2020 und gehörte zu den einflussreichsten der USA. Sie gilt als Wegbereiterin der Craft-Cocktail-Bewegung, und Saunders' eigene Kreationen wie der Old Cuban und der Gin-Gin Mule werden heute selbst als Klassiker geführt.
Im Frühjahr 2020 gab Saunders bekannt, dass die Bar nicht wieder öffnen werde – kurz vor dem geplanten 15. Jubiläum, an einer Kombination aus auslaufendem Mietvertrag und dem pandemiebedingten Shutdown gescheitert.
Dass ein fast vergessener Kolonialdrink einer der prägendsten Bars des 21. Jahrhunderts den Namen gab, ist der Grund, warum der Pegu Club heute wieder auf ambitionierten Karten steht.
Zutatenliste
Zubereitungsschritte
Schütteln, abseihen, auffüllen, Cocktailglas.
"Spare niemals am Eis — mehr Eis bedeutet weniger Schmelzwasser und ein länger kaltes Getränk."
Pegu Club
Nach mehreren Datenbank-Zufallsfunden wieder ein voll dokumentierter Klassiker – und einer der interessantesten Gin-Drinks überhaupt.
Herkunft
Der Pegu Club war der Signature-Drink des gleichnamigen Clubs in Burma. Der Club lag kurz außerhalb von Rangun, war nach dem burmesischen Fluss Pegu benannt, und seine Mitglieder waren britische Regierungsbeamte, hohe Militärs und einflussreiche Geschäftsleute. Der Drink stammt also aus dem britischen Kolonialbetrieb – ein Kontext, der beim Schreiben über ihn schwer wegzulassen ist.
Erstmals gedruckt erschien der Cocktail in Harry MacElhones „ABC of Mixing Cocktails" von 1923 – wobei die Datierung je nach Quelle zwischen 1922 und 1923 schwankt und teils auch „Barflies and Cocktails" genannt wird. Ich würde im Text „Anfang der 1920er-Jahre" schreiben und die Frage offenlassen.
Die eigentliche Verbreitung brachte Harry Craddocks „The Savoy Cocktail Book" (1930). Craddock notierte dort, der Drink sei der Lieblingscocktail im Pegu Club in Burma und werde inzwischen weltweit bestellt – eine Bemerkung, die ihm den Ruf eines internationalen Klassikers sicherte.
Die historische Rezeptur
Craddocks Fassung von 1930:
- 2/3 Dry Gin
- 1/3 Curaçao
- 1 Teelöffel Limettensaft
- 1 Spritzer Angostura Bitters
- 1 Spritzer Orange Bitters
Kräftig schütteln, in ein Cocktailglas abseihen.
Der entscheidende Fallstrick: welcher Limettensaft?
Das ist der Punkt, an dem die meisten Texte über diesen Drink ungenau werden – und der wichtigste, den du kennen solltest:
Das Originalrezept verwendete konservierten Limettensaft, nicht frischen. Spätere Cocktailbücher wie das Savoy Cocktail Book ließen den Markennamen „Rose's" bei der Angabe des Limettensafts weg. Wann Bartender begannen, frischen Limettensaft zu verwenden, ist wegen dieser Unklarheit nicht nachvollziehbar.
Das erklärt, warum die historische Menge so klein wirkt: Ein Teelöffel Rose's Lime Cordial – ein gesüßter, konservierter Sirup – ist etwas völlig anderes als ein Teelöffel frisch gepresster Limettensaft. Wer das alte Rezept mit frischem Saft nachbaut, bekommt einen deutlich süßeren und flacheren Drink als beabsichtigt.
Die moderne Spezifikation
Heutige Barbücher arbeiten mit frischem Saft und entsprechend mehr davon:
- 6 cl Dry Gin
- 2,25 cl Orange Curaçao
- 2,25 cl frischer Limettensaft
- 1 Spritzer Angostura Bitters
- 1 Spritzer Orange Bitters
Mit Eis schütteln, in ein gekühltes Cocktailglas abseihen, mit einer Limetten- oder Orangenzeste garnieren.
Das ist im Kern ein Gin-Sour mit Curaçao statt Zuckersirup – strukturell nah am Sidecar oder am Margarita-Prinzip. Manche Bartender geben zusätzlich einen Barlöffel Zuckersirup dazu, weil trockener Curaçao die Säure nicht vollständig ausgleicht; das ist Geschmackssache und hängt stark vom verwendeten Likör ab. Pierre Ferrand Dry Curaçao ist deutlich trockener als ein süßer Standard-Triple-Sec.
Charakter
Trocken, zitrisch, mit einer bitteren Kante von den beiden Bitters-Sorten. Interessant ist ein Effekt, den mehrere Quellen beschreiben: Die Kombination aus Limette, Orangenlikör und Bitters erzeugt eine Anmutung, die an Grapefruit erinnert, obwohl keine im Drink ist. Manche Bars garnieren deshalb mit Grapefruitzeste statt mit Limette.
Der Gin muss kräftig sein – ein wacholderbetonter London Dry hält gegen Likör, Säure und Bitters stand; ein sehr milder, floraler Gin verschwindet.
Das Nachleben
2005 eröffnete in New York eine Bar namens Pegu Club, benannt nach dem kolonialen Club und seinem Signature-Drink. Audrey Saunders war der kreative Kopf dahinter; die Bar bestand von 2005 bis 2020 und gehörte zu den einflussreichsten der USA. Sie gilt als Wegbereiterin der Craft-Cocktail-Bewegung, und Saunders' eigene Kreationen wie der Old Cuban und der Gin-Gin Mule werden heute selbst als Klassiker geführt.
Im Frühjahr 2020 gab Saunders bekannt, dass die Bar nicht wieder öffnen werde – kurz vor dem geplanten 15. Jubiläum, an einer Kombination aus auslaufendem Mietvertrag und dem pandemiebedingten Shutdown gescheitert.
Dass ein fast vergessener Kolonialdrink einer der prägendsten Bars des 21. Jahrhunderts den Namen gab, ist der Grund, warum der Pegu Club heute wieder auf ambitionierten Karten steht.
Häufige Fragen
Wie schmeckt ein Pegu Club?
Der Pegu Club schmeckt deutlich süß und erfrischend säuerlich und herb und komplex und intensiv fruchtig und kräftig im Geschmack.
Wie stark ist ein Pegu Club?
Ja, der Pegu Club ist ein eher starker Cocktail mit höherem Alkoholgehalt. Genießen Sie ihn verantwortungsvoll.
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Orange Rosemary Collins
Orange Rosemary CollinsEin moderner Drink ohne dokumentierte Herkunft – aber anders als bei den Zufallsfunden der letzten Einträge ist er handwerklich sinnvoll gebaut und folgt einem klaren, alten Bauprinzip. Er ist eine Variation des Tom Collins.Die Collins-FamilieDer Tom Collins ist einer der ältesten Longdrink-Klassiker: Gin, Zitronensaft, Zuckersirup, mit Soda aufgefüllt, im hohen Glas über Eis. Die Collins-Formel ist im Grunde ein Sour, verlängert mit Kohlensäure – und sie ist so robust, dass sie sich beliebig abwandeln lässt. Genau das passiert hier: Der Orange Rosemary Collins ersetzt einen Teil der Zitrone durch Orangensaft und den neutralen Zuckersirup durch Rosmarinsirup.Die ZutatenÜber alle gefundenen Quellen hinweg besteht der Drink aus:Gin (London Dry)frischer Orangensaftfrischer ZitronensaftRosmarinsirupSoda zum AuffüllenRosmarinzweig und Orangenzeste als GarniturZu den Mengen muss ich ehrlich sein: Eine verbindliche Spezifikation habe ich nicht gefunden. Die Quellen – darunter eine Rezeptseite eines großen Spirituosenkonzerns – beschreiben durchgängig nur den Ablauf, nicht die Zentiliter. Andere Treffer waren automatisch generierte Rezeptseiten mit inhaltsleeren Anweisungen wie „Spirituosen ins Glas geben und zu gleichen Teilen mit den Mixern auffüllen", was bei diesem Drink schlicht falsch ist.Wenn du eine Spezifikation brauchst, würde ich sie nach Collins-Logik ansetzen:5 cl Gin3 cl Orangensaft2 cl Zitronensaft2 cl RosmarinsirupSoda zum AuffüllenDas ist meine Ableitung aus dem Collins-Grundgerüst, nicht die überlieferte Rezeptur – das solltest du im Text kenntlich machen, falls du es übernimmst.Die ZubereitungGin, Orangensaft, Zitronensaft und Rosmarinsirup mit Eis in den Shaker, kräftig durchschütteln, bis er außen beschlägt, und in ein gekühltes, mit frischem Eis gefülltes Collins-Glas abseihen. Mit Soda auffüllen und einmal vorsichtig von unten nach oben durchrühren, damit sich der Drink verbindet, ohne die Kohlensäure zu vertreiben. Garnitur: ein Rosmarinzweig und eine Orangenzeste. Beides gehört zum Drink, nicht zur Deko – Rosmarin wirkt fast ausschließlich über den Geruch, und die Zeste liefert die Orangenöle, die im Saft nicht enthalten sind. Wer den Rosmarinzweig vorher kurz zwischen den Handflächen anklatscht, setzt die Öle frei. Rosmarinsirup selbst machenDie einzige Zutat, die man nicht kaufen kann. Eine konkrete Anleitung aus den Quellen: 1 Tasse Zucker, 1 Tasse Wasser und 3–4 Rosmarinzweige in einen kleinen Topf geben und bei mittlerer Hitze rühren, bis sich der Zucker gelöst hat. Anschließend ziehen lassen und abseihen. Praktischer Hinweis: Rosmarin gibt sein Aroma schnell und dann zunehmend harzig ab. Zehn bis fünfzehn Minuten Ziehzeit nach dem Abkühlen reichen meist; wer die Zweige über Nacht drin lässt, bekommt einen Sirup, der eher an Nadelbaum als an Kraut erinnert. Im Kühlschrank hält er etwa zwei Wochen.CharakterZitrusbetont und spritzig mit einer krautig-harzigen Note darunter. Der Orangensaft bringt Süße und Rundheit, die Zitrone die Schärfe, der Rosmarin verhindert, dass das Ganze zu einem simplen Fruchtdrink wird. Ein London Dry mit deutlicher Wacholdernote harmoniert gut mit dem Rosmarin – beide sind nadelig-harzig und verstärken sich gegenseitig.Am Ende ein Aperitif-Longdrink, unkompliziert und alltagstauglich. Kein Klassiker, aber – anders als vieles andere auf deiner Liste – ein Drink, der sauber konstruiert ist und funktioniert.

Orange Oasis
Orange OasisEin Gin-Longdrink, der in Rezeptdatenbanken ohne Herkunftsangabe steht – bei dem sich aber beim Nachschlagen eine interessante Verbindung auftut.Das RezeptGinCherry BrandyOrangensaftGinger Ale zum AuffüllenZubereitung: Gin, Cherry Brandy und Orangensaft mit Eis schütteln, in ein mit Eiswürfeln gefülltes Highball-Glas abseihen, mit Ginger Ale auffüllen und umrühren.Zu den Mengen gibt es zwei konkurrierende Fassungen:GinCherry BrandyOrangensaftDatenbank-Version4,5 cl1,5 cl12 clAbsolut-Version1 Teil½ Teil½ TeilDas sind sehr unterschiedliche Drinks. Die erste ist saftbetont – ein Longdrink, bei dem der Orangensaft die Hauptrolle spielt. Die zweite ist spirituosenbetont, mit dem Saft als Modifikator. Ich würde zur ersten tendieren, weil sie zum Ginger-Ale-Aufguss und zum Highball-Format passt, aber verbindlich ist das nicht.Achtung bei „Cherry Brandy"Dieselbe Übersetzungsfalle wie beim Paradise und beim Oatmeal Cookie:„Cherry Brandy" ist kein Kirschwasser. Gemeint ist ein süßer Kirschlikör – Cherry Heering, Bols Cherry Brandy oder vergleichbare Produkte, typischerweise um die 24 % vol. Wer echten Kirschbrand nimmt, bekommt einen völlig anderen, deutlich schärferen Drink ohne die Süße, die das Rezept einkalkuliert.Die vermutliche VerwandtschaftBemerkenswert: Es gibt einen dokumentierten Klassiker mit exakt derselben Zutatenliste – den Desert Healer. Der Desert Healer besteht aus frischem Orangensaft, Gin, Cherry Brandy und Ginger Beer und erscheint im Savoy Cocktail Book; in „The Art of Mixing" von 1932 ist das Ginger Beer durch Ginger Ale ersetzt. Damit ist die Rezeptur identisch mit dem Orange Oasis.Und der Desert Healer hat eine Entstehungsgeschichte, die sich für einen Text lohnt: Das Rezept stammt aus der Mitte der 1920er-Jahre. Harry MacElhone, Inhaber von Harry's New York Bar in Paris, hatte sich zwei Gästen gegenüber beklagt, ihm gingen für ein geplantes Cocktailbuch die Rezepte aus. Die beiden Gäste – Sir Rupert Stanley Harrington Grayson und F. Scott Fitzgerald – nahmen es daraufhin auf sich, ihm auf der Stelle einen Drink zu erfinden. Nach einem langen Abend voller Experimente entstand ein Getränk, das sie „Desert Healer" tauften. MacElhone druckte das Rezept 1927 tatsächlich in „Barflies and Cocktails" ab – schrieb es dort allerdings allein Grayson zu. Das Originalrezept lautete: Saft einer Orange, ein Glas Gin, ein halbes Glas Cherry Brandy Fockink, gut geschüttelt, in einen großen Tumbler abgeseiht und mit Ginger Beer aufgefüllt. Die Markenangabe „Fockink" – ein niederländisches Likörhaus – bestätigt nebenbei den Punkt oben: Gemeint war ein Likör, kein Brand.Wichtige Einschränkung: Ich habe keine Quelle gefunden, die den Orange Oasis ausdrücklich vom Desert Healer ableitet. Die Übereinstimmung der Zutaten, die verwandte Wüsten-Bildsprache im Namen und der dokumentierte Wechsel von Ginger Beer zu Ginger Ale machen es plausibel, dass es sich um denselben Drink unter anderem Namen handelt – belegt ist es nicht. Wenn du beides in deiner Sammlung führst, würde ich es als Vermutung formulieren und beide Einträge verlinken.Praktischer Unterschied: Ginger Ale oder Ginger Beer?Kein Detail, sondern eine Geschmacksentscheidung. Ginger Ale ist mild, süß und zurückhaltend – es verlängert den Drink, ohne ihn zu prägen. Ginger Beer ist deutlich schärfer und ingwerlastiger und stellt sich gegen die Süße von Kirschlikör und Orangensaft. Für die saftbetonte Version mit 12 cl Orangensaft würde ich Ginger Beer bevorzugen, sonst wird der Drink sehr süß.CharakterFruchtig und mild, mit einer leichten Ingwerschärfe im Abgang. Der Kirschlikör gibt dem Orangensaft Tiefe und eine dunklere Fruchtnote; der Gin liefert das wacholderige Rückgrat, verschwindet in der saftbetonten Version aber weitgehend. Ein unkomplizierter Aperitif-Longdrink, der auch mit gutem Orangensaft aus dem Supermarkt funktioniert – frisch gepresst ist trotzdem besser, weil weniger süß.
