
Zeit
2 Min.
Level
Einfach
Glas
Highball
Eis
Eiswürfel
Geschmacksprofil & Sensorik
Popped Cherry
Beim Popped Cherry muss ich vorab sagen: Das ist kein Klassiker, sondern ein Party- und Datenbank-Drink ohne dokumentierte Herkunft. Ich habe recherchiert, weil ich ihn nicht kannte – und auch die Quellen geben zu Erfinder und Entstehungszeit nichts her. Es kursieren mehrere Rezepturen unter dem Namen.
Der Name
„To pop someone's cherry" ist im Englischen eine derbe Umschreibung für den Verlust der Jungfräulichkeit. Der Drink gehört damit in die Kategorie der Bar-Namen, die vom Wortwitz leben – wie Slippery Nipple, Sex on the Beach oder Redheaded Slut. Die Doppeldeutigkeit funktioniert über die Cocktailkirsche, die als Garnitur obenauf sitzt. Für eine Getränkekarte solltest du im Hinterkopf behalten, dass sich der Witz auf Deutsch nicht überträgt und der Name im Original stehen bleiben muss, um überhaupt verstanden zu werden.
Die verbreitetste Version
Wodka mit Kirschlikör, Cranberrysaft und Orangensaft – diese Kombination findet sich in den meisten Rezeptsammlungen. Eine gängige Aufteilung:
- Wodka (ca. 4 cl)
- Kirschlikör (ca. 2 cl), etwa Heering
- Cranberrysaft (ca. 6 cl)
- Orangensaft (ca. 6 cl)
- Cocktailkirsche als Garnitur
Die kursierenden Mengenangaben schwanken erheblich – eine französische Quelle nennt etwa die doppelte Menge pro Glas. Ich habe die Proportionen oben auf ein übliches Longdrink-Maß heruntergerechnet; verbindlich ist das nicht.
Zubereitung: Alles auf Eis in einem hohen Glas servieren, mit einer Kirsche garnieren. Wer es sauberer mag, schüttelt Wodka, Likör und Säfte kurz mit Eis und seiht auf frisches Eis ab.
Charakter: Süß, fruchtig, wenig fordernd – im Grunde ein Cape Codder (Wodka-Cranberry) mit Orangensaft und Kirschlikör. Die Cranberry liefert die einzige Herbe im Drink; ohne sie kippt das Ganze ins Klebrige. Wenn du ihn interessanter machen willst: 1 cl Limette dazu und den Orangensaft reduzieren.
Abweichende Versionen
- Eine Variante aus Zitronenwodka, Kirschsaft und Zitronenlimonade, serviert im Cocktailglas mit Zuckerrand und eingeschnittener Kirsche am Glasrand. Diese Version ist auf der Quellseite ausdrücklich als Lesereinsendung gekennzeichnet.
- Nicht zu verwechseln mit „Pop My Cherry" – das ist ein anderer Drink: Wodka, Kirschlikör Heering, vanilleinfundierter Amaretto, Milch und Sahne, geschüttelt, fein abgeseiht und mit Kakaopulver bestäubt. Diffords Guide führt ihn als Adaption eines 2010 von Sarah Mason in Großbritannien kreierten Drinks – ein cremiger Dessertcocktail, sehr weit weg vom fruchtigen Popped Cherry.
Zutatenliste
Zubereitungsschritte
Serviert über Eis in einem hohen Glas mit einer entsteinten Kirsche (kann mehr entsteinte Kirschen hinzufügen, wenn sie in der Stimmung sind)!
"Spare niemals am Eis — mehr Eis bedeutet weniger Schmelzwasser und ein länger kaltes Getränk."
Popped Cherry
Beim Popped Cherry muss ich vorab sagen: Das ist kein Klassiker, sondern ein Party- und Datenbank-Drink ohne dokumentierte Herkunft. Ich habe recherchiert, weil ich ihn nicht kannte – und auch die Quellen geben zu Erfinder und Entstehungszeit nichts her. Es kursieren mehrere Rezepturen unter dem Namen.
Der Name
„To pop someone's cherry" ist im Englischen eine derbe Umschreibung für den Verlust der Jungfräulichkeit. Der Drink gehört damit in die Kategorie der Bar-Namen, die vom Wortwitz leben – wie Slippery Nipple, Sex on the Beach oder Redheaded Slut. Die Doppeldeutigkeit funktioniert über die Cocktailkirsche, die als Garnitur obenauf sitzt. Für eine Getränkekarte solltest du im Hinterkopf behalten, dass sich der Witz auf Deutsch nicht überträgt und der Name im Original stehen bleiben muss, um überhaupt verstanden zu werden.
Die verbreitetste Version
Wodka mit Kirschlikör, Cranberrysaft und Orangensaft – diese Kombination findet sich in den meisten Rezeptsammlungen. Eine gängige Aufteilung:
- Wodka (ca. 4 cl)
- Kirschlikör (ca. 2 cl), etwa Heering
- Cranberrysaft (ca. 6 cl)
- Orangensaft (ca. 6 cl)
- Cocktailkirsche als Garnitur
Die kursierenden Mengenangaben schwanken erheblich – eine französische Quelle nennt etwa die doppelte Menge pro Glas. Ich habe die Proportionen oben auf ein übliches Longdrink-Maß heruntergerechnet; verbindlich ist das nicht.
Zubereitung: Alles auf Eis in einem hohen Glas servieren, mit einer Kirsche garnieren. Wer es sauberer mag, schüttelt Wodka, Likör und Säfte kurz mit Eis und seiht auf frisches Eis ab.
Charakter: Süß, fruchtig, wenig fordernd – im Grunde ein Cape Codder (Wodka-Cranberry) mit Orangensaft und Kirschlikör. Die Cranberry liefert die einzige Herbe im Drink; ohne sie kippt das Ganze ins Klebrige. Wenn du ihn interessanter machen willst: 1 cl Limette dazu und den Orangensaft reduzieren.
Abweichende Versionen
- Eine Variante aus Zitronenwodka, Kirschsaft und Zitronenlimonade, serviert im Cocktailglas mit Zuckerrand und eingeschnittener Kirsche am Glasrand. Diese Version ist auf der Quellseite ausdrücklich als Lesereinsendung gekennzeichnet.
- Nicht zu verwechseln mit „Pop My Cherry" – das ist ein anderer Drink: Wodka, Kirschlikör Heering, vanilleinfundierter Amaretto, Milch und Sahne, geschüttelt, fein abgeseiht und mit Kakaopulver bestäubt. Diffords Guide führt ihn als Adaption eines 2010 von Sarah Mason in Großbritannien kreierten Drinks – ein cremiger Dessertcocktail, sehr weit weg vom fruchtigen Popped Cherry.
Häufige Fragen
Wie schmeckt ein Popped cherry?
Der Popped cherry schmeckt angenehm süßlich und intensiv fruchtig und kräftig im Geschmack.
Wie stark ist ein Popped cherry?
Ja, der Popped cherry ist ein eher starker Cocktail mit höherem Alkoholgehalt. Genießen Sie ihn verantwortungsvoll.
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Orange Rosemary Collins
Orange Rosemary CollinsEin moderner Drink ohne dokumentierte Herkunft – aber anders als bei den Zufallsfunden der letzten Einträge ist er handwerklich sinnvoll gebaut und folgt einem klaren, alten Bauprinzip. Er ist eine Variation des Tom Collins.Die Collins-FamilieDer Tom Collins ist einer der ältesten Longdrink-Klassiker: Gin, Zitronensaft, Zuckersirup, mit Soda aufgefüllt, im hohen Glas über Eis. Die Collins-Formel ist im Grunde ein Sour, verlängert mit Kohlensäure – und sie ist so robust, dass sie sich beliebig abwandeln lässt. Genau das passiert hier: Der Orange Rosemary Collins ersetzt einen Teil der Zitrone durch Orangensaft und den neutralen Zuckersirup durch Rosmarinsirup.Die ZutatenÜber alle gefundenen Quellen hinweg besteht der Drink aus:Gin (London Dry)frischer Orangensaftfrischer ZitronensaftRosmarinsirupSoda zum AuffüllenRosmarinzweig und Orangenzeste als GarniturZu den Mengen muss ich ehrlich sein: Eine verbindliche Spezifikation habe ich nicht gefunden. Die Quellen – darunter eine Rezeptseite eines großen Spirituosenkonzerns – beschreiben durchgängig nur den Ablauf, nicht die Zentiliter. Andere Treffer waren automatisch generierte Rezeptseiten mit inhaltsleeren Anweisungen wie „Spirituosen ins Glas geben und zu gleichen Teilen mit den Mixern auffüllen", was bei diesem Drink schlicht falsch ist.Wenn du eine Spezifikation brauchst, würde ich sie nach Collins-Logik ansetzen:5 cl Gin3 cl Orangensaft2 cl Zitronensaft2 cl RosmarinsirupSoda zum AuffüllenDas ist meine Ableitung aus dem Collins-Grundgerüst, nicht die überlieferte Rezeptur – das solltest du im Text kenntlich machen, falls du es übernimmst.Die ZubereitungGin, Orangensaft, Zitronensaft und Rosmarinsirup mit Eis in den Shaker, kräftig durchschütteln, bis er außen beschlägt, und in ein gekühltes, mit frischem Eis gefülltes Collins-Glas abseihen. Mit Soda auffüllen und einmal vorsichtig von unten nach oben durchrühren, damit sich der Drink verbindet, ohne die Kohlensäure zu vertreiben. Garnitur: ein Rosmarinzweig und eine Orangenzeste. Beides gehört zum Drink, nicht zur Deko – Rosmarin wirkt fast ausschließlich über den Geruch, und die Zeste liefert die Orangenöle, die im Saft nicht enthalten sind. Wer den Rosmarinzweig vorher kurz zwischen den Handflächen anklatscht, setzt die Öle frei. Rosmarinsirup selbst machenDie einzige Zutat, die man nicht kaufen kann. Eine konkrete Anleitung aus den Quellen: 1 Tasse Zucker, 1 Tasse Wasser und 3–4 Rosmarinzweige in einen kleinen Topf geben und bei mittlerer Hitze rühren, bis sich der Zucker gelöst hat. Anschließend ziehen lassen und abseihen. Praktischer Hinweis: Rosmarin gibt sein Aroma schnell und dann zunehmend harzig ab. Zehn bis fünfzehn Minuten Ziehzeit nach dem Abkühlen reichen meist; wer die Zweige über Nacht drin lässt, bekommt einen Sirup, der eher an Nadelbaum als an Kraut erinnert. Im Kühlschrank hält er etwa zwei Wochen.CharakterZitrusbetont und spritzig mit einer krautig-harzigen Note darunter. Der Orangensaft bringt Süße und Rundheit, die Zitrone die Schärfe, der Rosmarin verhindert, dass das Ganze zu einem simplen Fruchtdrink wird. Ein London Dry mit deutlicher Wacholdernote harmoniert gut mit dem Rosmarin – beide sind nadelig-harzig und verstärken sich gegenseitig.Am Ende ein Aperitif-Longdrink, unkompliziert und alltagstauglich. Kein Klassiker, aber – anders als vieles andere auf deiner Liste – ein Drink, der sauber konstruiert ist und funktioniert.

Orange Push-up
Orange Push-upEin amerikanischer Datenbank-Drink ohne dokumentierte Herkunft – aber immerhin einer mit klarer, nachvollziehbarer Rezeptur und einem Namen, der sich erklären lässt.Der Name„Orange Push-Up" ist in den USA eine Tiefkühl-Süßigkeit: ein Eis am Stiel in einer Papphülse, das man von unten hochschiebt – Orangensorbet mit einem Vanille-Eiskern. Ein Kindheitsprodukt, vergleichbar mit dem, was hierzulande ein Capri-Eis oder ein Twinni ist. Der Drink zitiert dieses Geschmacksbild.Ein ehrlicher Einwand dazu: Mehrere Rezeptseiten beschreiben den Drink als „cremig" und „nostalgisch". Das gibt die Zutatenliste nicht her – es ist weder Sahne noch Vanille noch Milch enthalten. Der Bezug zum Namensgeber ist die Farbe und die Orangenrichtung, nicht der Geschmack. Wenn du darüber schreibst, würde ich „cremig" nicht übernehmen.Das RezeptDer Eintrag in TheCocktailDB, aus dem deine Liste vermutlich stammt:4,5 cl Spiced Rum (1,5 oz)1,5 cl Grenadine (0,5 oz)12 cl Orangensaft (4 oz)1 Spritzer Sour MixZubereitung: Die Spirituosen im Mixer verrühren, eine halbe Schaufel Eis dazugeben und mixen. Serviert im Hurricane-Glas, garniert mit Orangenscheibe und Cocktailkirsche als „Flag" (beides zusammen auf einen Spieß gesteckt).Zwei Anmerkungen zur Quelle: Die Anweisung „combine liquors" (Plural) passt nicht – es ist nur eine Spirituose im Rezept. Und der Zusatz „So good it will melt in your mouth!!!" macht deutlich, dass es sich um eine Nutzereinsendung handelt, nicht um eine redaktionell geprüfte Rezeptur.Zum Sour MixDie einzige Zutat, die in Deutschland Probleme macht. Sweet & Sour Mix ist ein US-Barprodukt: eine Fertigmischung aus Zitronen- und Limettensaft mit Zucker, ungefähr im Verhältnis 1:1. In amerikanischen Bars steht das Zeug in der Spritzpistole, hierzulande ist es kaum verbreitet.Ersetzen lässt es sich problemlos: gleiche Teile frischer Zitronensaft und Zuckersirup. Bei einem „Spritzer" reden wir über etwa 1 cl – also je 0,5 cl. Frisch angesetzt schmeckt das ohnehin deutlich besser als die Fertigmischung.Charakter und Einordnung4,5 cl Rum auf rund 15 cl Flüssigkeit – das ist ein milder, saftbetonter Drink, gemixt und schaumig, mit deutlicher Grenadine-Süße. Der Spiced Rum bringt Vanille- und Gewürznoten mit, die als einzige Zutat überhaupt in die Richtung des Namensgebers gehen. Der Spritzer Sour Mix ist der einzige Gegenpol zur Süße und knapp bemessen; ich würde ihn eher großzügiger dosieren.Handwerklich ist das eine Frozen-Variante des Screwdriver-Prinzips – Spirituose plus Orangensaft, mit Grenadine gefärbt. Kein Klassiker, aber unkompliziert und funktionierend.Die VariantenUnter ähnlichen Namen laufen zwei weitere Drinks:Orange Push-Up #2: 3 cl Vanillewodka, 9 cl Ananassaft, 9 cl Orangensaft, ein Spritzer Grenadine, geschüttelt. Der Vanillewodka trifft den Namensgeber tatsächlich besser als der Spiced Rum des Originals.Push Up (ohne „Orange"): 15 cl Zitronenlimonade, 15 cl Orangensaft, 6 cl Wodka, ein Spritzer Grenadine, direkt im Glas über Eis gebaut. Limonade und Saft zuerst mischen, dann den Wodka einrühren, zuletzt die Grenadine.
